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Wir werden älter...

 

Netzwerk Demografischer Wandel

 

 

 

Ziel:

 

In den Zeiten des Pflegenotstandes und der Verknappung der Mittel möchte das Netzwerk Demenz im Raum Oberes Havelland eine flächendeckende, fachgerechte und optimierte Versorgung von an Demenz erkrankten und ihrer Familien und pflegebedürftigen Senioren ermöglichen. Der längstmögliche Verbleib in der Häuslichkeit ist dabei das Leitziel.

 

 

 

Alle Anbieter im Gesundheits- und Sozialwesen schließen sich zu einem Netzwerk zusammen und koordinieren ihre Angebote. In den skandinavischen Ländern hat sich das Modell bewährt, dass ein geeigneter kommunaler Mitarbeiter den Bedarf der zu Versorgenden ermittelt und entsprechende Maßnahmen organisiert.

 

 

 

 

 

Teilnehmer/Angebotsspektrum:

 

 

 

  • Anbieter für Grund- und Behandlungspflege (Diakonie-, Sozialstationen)

  • Ärzte verschiedener Fachrichtungen

  • Haushaltsnahe Dienste,

  • Entlastungsangebote für pflegende Angehörige

  • Betreuungsangebote, ggf mit Fahrdiensten zu Tagesstätten

  • Ergo-, Physiotherapie, Logopädie etc

  • Seelsorgerliche Begleitung

  • die Kommune wg Quartiersmanagement

  • .Entscheider aus Politik und Diakonie und Gesundheitswesen (Krankenkassen)

 

 

 

 

 

Vorgehen:

 

Es gilt, die Versorgung vollkommen neu zu denken. Bisher wird der Bedarf über Ärzte oder den MDK ermittelt und es ist den Betroffenen oft selber überlassen, sich um Anbieter zu kümmern. Diese sind damit nicht selten überfordert. Erschwerend kommt hinzu, dass im dörflichen Raum keine ortsnahen Anbieter vorhanden sind und die Alternative einer stationären Unterbringung mit Scham behaftet ist.

 

Es gibt keine organisierte Angebotspalette auch kirchlicher und kommunaler Betreuungsangebote oder Aktivitäten, so dass ein Flickwerk mit u. U. konkurrierenden Terminen und Trägern sich ausbildet. Die Betroffenen haben keinen Überblick über ihre Möglichkeiten, die Ressourcen können nicht optimal eingesetzt werden und damit kommt es auch oft zu erhöhten Kosten, die nicht unbedingt die erwünschten Ergebnisse bringen, nämlich die ressourcenorientierte Behandlung und Versorgung des Betroffenen.

 

Nicht zu vernachlässigen sind dabei die qualitätssichernden Aspekte. Durch gegenseitige Unterstützung bei verschiedenen Maßnahmen, z. B. beim Transfer und der Mobilisierung kann die Absprache zwischen Sozialstationen, Physio- und Ergotherapeuten erhebliche Verbesserungen bringen, sei es in der Hilfsmittelversorgung als auch modernen Techniken des Transfers eingeschränkt mobiler Klienten.

 

 

 

In den bestehenden Strukturen ist eine solche Herangehensweise schwer umzusetzen. Die Sozial- und Diakoniestationen stehen unter erheblichen Kostendruck und können aber den Bedarf kaum decken, weil das nötige Fachpflegepersonal fehlt. Ergo- und Physiotherapie werden über Rezept verschrieben, die Entscheidung liegt hier beim behandelnden Arzt, der ebenso wirtschaftliche Aspekte beachten muss (Kostendeckelung). Bei hochaltrigen, multimorbiden Patienten wird aus den genannten Gründen häufiger gegen eine Behandlung entschieden.

 

Deswegen möchten wir mit dem Netzwerk Demografischer Wandel neue Wege beschreiten und hoffen, ein Projekt  entwickeln zu können, das den Ansprüchen einer qualifizierten und umfangreichen Versorgung der betroffenen Menschen in unseren Dörfern ermöglicht.