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Balsam für die Seele

Ich war doch ziemlich erschöpft von den Aufgaben und Aufregungen der vergangenen Woche. Viel war wieder passiert, beruflich und privat. Als ich die Idee hatte, am Sonntag den Gottesdienst in der Stadtkirche zu besuchen, freute ich mich richtig darauf.

Der Predigttext am Sonntag Lätare war Philiper 1, 15-21 und Herr Pfarrer Domke fand Worte, die mir aus der Seele sprachen.

Es gibt gute und weniger gute, um nicht zu sagen: schlechte Predigten - genauso wie es gute und schlechte Tage, Auseinandersetzungen, Situationen gibt.

Paulus schreibt an die Philipper, dass es ihm egal sei - er freue sich auch an einer "schlechten" Predigt, weil es letzendlich immer um die frohe Botschaft des Evangeliums gehe.

Wie beruhiigend für mich als Repäsentantin von KircheMobil und damit auch im Verkündigungsdienst unterwegs. Für mein Gefühl ist nicht nur die eine oder andere Andacht, die ich mittlerweile gehalten habe, Verkündigung. Sobald ich mich in der Öffentlichkeit befinde, bin ich da als Christin unterwegs, werde auch beobachtet und bewertet von Menschen, die mich erkennen, die ich aber nicht persönlich kenne. Das kann Folgen haben!

Unlängst hatte ich so ein Telefongespräch mit einer Dame aus der Gemeinde. "Ich kenne Sie!", sagte sie zu mir. "Ich stand bei REWE an der Kasse hinter Ihnen!" - ich wusste sofort, was sie meinte. Da hatte ich mich mal wieder ziemlich unbeholfen angestellt bei dem Versuch, meine Paybackkarte selber einzulesen. "So herum?" - "nein - andersherum" - so ging das gefühlte 10 Mal. Ich nehme sowas ja mit Humor, aber es standen  auch andere Kunden an der Kasse an...

Wie dem auch sei, antwortete die Dame auf meine Frage, ob sie denn etwas zu lachen gehabt habe mit ja. "Ich musste schon Schmunzeln.." ....na, das ist doch gut, denn ein Tag ohne ein Lächeln ist ein verlorener Tag!

Während des Gottesdienstes tankte ich richtig auf. Das gemeinsame Singen und Beten, die Gemeinschaft und nicht zu vergessen die Predigt gaben mir nicht nur Kraft und Energie, sondern auch die Sicherheit, dass ich so viel nicht falsch machen kann, wenn ich weiter guten Mutes und mit Respekt und Aufmerksamkeit für die Menschen, die mich umgeben und die ich mit KircheMobil besuche, unterwegs bin.

Kirche und Tankstelle, ein schwieriger Vergleich, geht es doch um mehr als Kraftstoff und Erdöl. Nenne ich es mal: benötigte Ressourcen werden aufgefüllt, die ein Weitermachen ermöglichen.

Bleiben Sie behütet!