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Weltgebetstag 2018 in Marienthal

So sah die WGT-Gemeinde aus:

eine bunt gemischte Gruppe von Frauen jeden Alters. Die beiden Männer hatten zu tun, als Fotograph und als Herr über Töpfe und Tiegel...

Es war ein wirklich schöner Abend. Die Turbulenz und Aufregung der Vorbereitungsphase war vorbei, wir verbrachten gemeinsam einen abwechslungsreichen, informativen und geschmackvollen Abend, letzteres im wahrsten Sinne des Wortes...

Mit dem Wissen, dass wir ein Teil der weltweiten Gemeinde sind, die an diesem Freitag, dem 02.03.2018 den WGT feiert, bekam der Gottesdienst eine besondere Dimension. Sicher ist es jeden Sonntag der Fall, dass überall auf unserem Kontinent der Tag der Andacht, des Innehaltens und der Bekenntnis unseres Glaubens ist, der WGT ist aber etwas besonderes. Durch die Beschäftigung mit einem gewählten Land, den Lebensverhältnissen dort, den Sorgen und Wünschen insbesondere der weiblichen Bevölkerung, wird der Fokus aller TeilnehmerInnen, die Gebete und Kollekten auf einen Punkt und ein Thema auf dem Globus gelenkt. Wie sich das wohl für die Surinamesinnen anfühlt? Wie sie wohl den Tag verbracht haben mit dem Gefühl, dass in jeder Minute, 24 Stunden lang, an sie gedacht und für sie gebetet wird? Ich stelle mir das grandios vor...Und gemeinsam die Schönheit der Schöpfung und das Anliegen eines respektvollen und weitsichtigen Umgangs mit Ressourcen zu bekräftigen, sodass nachfolgende Generationen eine Chance haben, unverbrauchte Natur und Lebensverhältnisse vorzufinden, die nicht geprägt von Zerstörung, Ökonomisierung und Raubbau sind, ist wichtig und kann nicht oft genug bedacht werden.

Ich danke allen, die zum gelingen des Abends beigetragen haben, also allen die da waren und auch allen, die sich für die Werbung, das Heizen, das Wasser und die sonstige Organisation eingebracht haben.

Bleiben Sie behütet!

 


Ich möchte Ihnen noch meinen persönlichen Hit aus dem WGT- Gottesdienst ans Herz legen:

 

Gut genug

Nicht mehr als die tiefe Sehnsucht nach Gerechtigkeit

und Augen voller Liebe für die Ängste dieser Zeit.

Nicht mehr als die täglich neue Frage nach dem Ziel

und eine Hand, die Antwort geben will:

Das ist gut, das ist gut genug für ein Leben!

 

Nicht mehr als ein Schulterklopfen nach dem großen Streit

und Friedenszeichen durch den Zaun der Selbstgerechtigkeit.

Nicht mehr als ein Wort, das auch am nächsten Tag noch gilt

und eine Haut, der Zärtlichkeit gefällt:

Das ist gut, das ist gut genug für ein Leben!

 

Nicht mehr als eine leise Hoffnung auf die Ewigkeit

und manchmal eine Melodie aus einer alten Zeit.

Nicht mehr als sekundenlanges Ahnen, dass es lohnt

und eine Heimat, die schon in mir wohnt:

Das ist gut, das ist gut genug für ein Leben!