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Welch ein Drama

Es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer und setzten sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt vo Apostelgeschichte 2,2–4

Die heutige Tageslosung malt wirklich ein dramatisches Bild, wie wir es in letzter Zeit auch aus eigenem Erleben kennen. Starke Stürme treffen unser Land nun öfter, Bilder der Zerstörung, die wir nur aus den USA und anderen fernen Regionen kennen, sind auf einmal aus der Nachbarschaft, sogar Tote sind zu beklagen. Wir sind nicht mehr sicher - auch uns kann so ein Sturm aus dem Gleichgewicht bringen, unser Haus oder unsere Lebensgrundlage zerstören, wir können Schaden an Leib und Leben nehmen.

Nun beschreibt dieser Bibeltext aber das Pfingstgeschehen, der Heilige Geist kommt über die Jünger und lässt sie alle Sprachen sprechen, um in die Welt hinauszugehen und das Evangelium zu verkünden. Das gewaltige Brausen und Stürmen nimmt nichts, sondern bringt etwas!

Ich kann nur dankbar sein, dass meine Familie und ich die Stürme der Vergangenheit schadlos überstanden haben. Auch die Stürme der Angst, Krankheit, der Trennungen und der Beziehungen, die sich immer wieder umgestalten oder neu aufbauen. Oder nehmen wir den Gegenwind, der mir zum Beispiel bei meiner neuen Arbeit entgegenweht. Es ist wie beim Radfahren - sobald man sich in Bewegung setzt, kommt der Wind von vorne....na ja, zum Glück nicht immer. Habe ich im letzten Beitrag ein wenig Frust zum Ausdruck gebracht, sehe ich inzwischen wieder das Entstehen einer bunten Gemeinde am Weltgebetstag und freue mich auf das Fest am 02.03.

Die überstandenen Stürme machen uns stärker. Wir lernen, damit umzugehen und im besten Fall auch Gottvertrauen. Selbst wenn Schäden entstanden sind, können wir erleben, wie solidarisch alle mit anpacken, wie sich die Gemeinschaft in stürmischen Zeiten beweist und zusammenhält. Natürlich bleibt Verlust, vielleicht Trauer. Aber wir können lernen, dass dieser Zustand vorbeigeht und neue Möglichkeiten sich bieten, neue Beziehungen. Auch wenn unsere Wälder derzeit noch schlimm aussehen, werden auf den nun kahlen Flächen neue Bäume wachsen, die erst jetzt eine Chance bekommen, da die alten sie nicht mehr des Sonnenlichtes berauben.

Ich liebe alte Bäume....

Bleiben Sie behütet